
Mit einem „Tag des offenen Bahnhofs“ wurde am 13. Juni die weitgehend abgeschlossene Sanierung des historischen Bahnhofsempfangsgebäudes der Stadt Wittenberge gefeiert. Nach fast drei Jahren Bauzeit erstrahlt das 1846 errichtete Gebäude, das in diesem Jahr seinen 180. Geburtstag feiert, in neuem Glanz.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die sanierten Räume zu entdecken und das abwechslungsreiche Programm mit Musik, Talkrunden und Mitmachangeboten zu erleben.
Bürgermeister Oliver Hermann dankte der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Wittenberge mbH als Bauherrin, dem Architekturbüro Kannenberg, den beteiligten Firmen, den Fördermittelgebern von Bund und Land sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben.
Zu den Gästen zählten auch Sabine Poschmann, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, sowie Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Mit der Sanierung des Empfangsgebäudes, der Aufwertung des Bahnhofsumfeldes und dem Ausbau der Verkehrsstation wurde ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des Bahnhofsquartiers und der gesamten Stadt erreicht.
Zitate zum Tag:
Oliver Hermann, Bürgermeister Wittenberge
„Mit der Sanierung des historischen Bahnhofsempfangsgebäudes wurde ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des Bahnhofsquartiers und damit für die weitere Stadtentwicklung Wittenberges erreicht. Mein besonderer Dank gilt der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Wittenberge als Bauherrin und Vermieterin, dem Team des Architekturbüros Kannenberg, den bauausführenden Firmen, den Fördermittelgebern von Bund und Land sowie allen, die mit ihrem Engagement und ihrer Unterstützung zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben.
Besonders erfreulich ist, dass parallel zur Sanierung des Empfangsgebäudes und zur Aufwertung des Bahnhofsumfeldes auch die Verkehrsstation durch die Deutsche Bahn umfassend ausgebaut wurde. Damit wird der Bahnhof als Tor zu unserer Region weiter gestärkt. Die Investitionen in Gebäude und Infrastruktur schaffen beste Voraussetzungen dafür, dass Wittenberge auch künftig ein attraktiver Mobilitätsstandort bleibt und Menschen aus nah und fern, unsere Stadt sowie die gesamte Region bequem erreichen können.“
Sabine Poschmann, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
„Die Sanierung des historischen Wittenberger Bahnhofs zeigt, wie Denkmalpflege und zukunftsgerichtete Stadtentwicklung Hand in Hand gehen. Mit der Förderung aus dem Bundesprogramm ‚Nationale Projekte des Städtebaus‘ und der Städtebauförderung unterstützen wir Wittenberge dabei, den Bahnhof als attraktives Eingangstor zur Innenstadt zu stärken – als Mobilitätszentrum, Begegnungsort und Standort der Kleinstadtakademie. Solche Projekte verbinden städtebaulichen Denkmalschutz mit moderner Mobilität, schaffen neue Möglichkeiten für die Menschen vor Ort und tragen entscheidend dazu bei, Kleinstädte attraktiv und zukunftsfähig zu machen.“
Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung
„Die Entwicklung des denkmalgeschützten Empfangsgebäudes des Bahnhofs Wittenberge hat sowohl für die Stadt Wittenberge als auch für den gesamten Nordwesten Brandenburgs eine herausragende Bedeutung. Der Bahnhof Wittenberge ist ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt im Land Brandenburg, zentral zwischen Berlin und Hamburg gelegen und bietet vor allem den Berufspendlern schnelle ICE-Verbindungen im Fernverkehr sowie attraktive Regionalverkehre, um die Metropolen zu erreichen. Täglich nutzen den Bahnhof rund 3.700 Fahrgäste. Das neue Nutzungskonzept für den Bahnhof ist darüber hinaus nicht zufällig Teil des Schlüsselvorhabens ,Brandenburger Tor‘ in der landesweiten Regionalentwicklung. Ich freue mich, dass Bund und Land die Sanierung des Bahnhofsempfangs-gebäudes mit rund 10,6 Millionen Euro und die Aufwertung des Bahnhofsumfeldes mit rund 916.000 Euro aus den Städtebauförderprogrammen Wachstum und nachhaltige Erneuerung sowie Lebendige Zentren unterstützen konnten. Die Höhe der Förderung unterstreicht die Bedeutung des Bauvorhabens. Ergänzend wird die Weiterentwicklung des Bahnhofsumfeldes als wichtiger Verkehrsknotenpunkt über das Förderprogramm ÖPNV-Invest unterstützt. Erfreulich ist auch das Ende der Korridorsanierung am 14. Juni und dass damit die Schienenverkehre zwischen Hamburg und Berlin wieder aufgenommen werden. Für die Pendlerinnen und Pendler ist das nach über zehn Monaten Sperre und Schienenersatzverkehr eine große Erleichterung.“
Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für die Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
„Wittenberge liegt verkehrsgünstig an der Bahnstrecke zwischen den beiden größten Städten Deutschlands: Hamburg und Berlin. Durch den Neubau des Bahnsteiges 6 wird die bessere Realisierung von Anschlüssen ermöglicht und die Doppelbelegungen von Bahnsteigen vermieden.
Somit werden Fahrzeiten verkürzt, sowie zusätzliche Kapazität und Flexibilität im Schienenverkehr ermöglicht. Dem Bahnhof Wittenberge kommt so nach der Korridorsanierung Hamburg – Berlin noch mehr Bedeutung zu“.

Überblick Bahnhofsempfangsgebäude
Bereits im Jahr 2018 erwarb die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Wittenberge mbH (WGW) das historische Empfangsgebäude von der Deutschen Bahn. 2023 begann die umfassende Sanierung des denkmalgeschützten Bauwerks aus dem Jahr 1846 mit rund 3.600 Quadratmetern Nutzfläche unter Federführung der WGW und des Architekturbüros Kannenberg Architekten.
Herzstück des Gebäudes ist der ehemalige Mitropa-Saal, der heute als Mobilitätszentrale mit Ticketverkauf und Wartebereich genutzt wird. Künftig soll das Angebot durch eine Gastronomie ergänzt werden, die sowohl Bahnreisenden als auch Gästen offensteht.
Zu den Mietern des sanierten Bahnhofsempfangsgebäudes zählen unter anderem das Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz, das Jobcenter Prignitz, die Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP), die Deutsche Bahn, das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg sowie die Geschäftsstelle der bundesweit tätigen Kleinstadt Akademie.
Darüber hinaus betreibt die WGW im Gebäude ein branchenoffenes Gründerzentrum mit modernen Gründerbüros, flexibel nutzbaren Besprechungsräumen und einem zeitgemäßen Coworking-Space.